Todesurteil für Saif al Islam al Gaddafi

Todesurteil für Saif al Islam al Gaddafi

Gerichtstag 28.7.2015:

Wie kann man jemanden legal verurteilen, wenn es gar keine legale Regierung und keine legalen Gerichte gibt?? Er hätte wohl auch keine Chance in einem berechtigten, eigenständigen Gericht gehabt, aber das ist alles, aber auch alles gegen die Charter der Menschenrechte! Da es sich um Libyen handelt, wird es wohl auch niemanden rühren. Sehr traurig, weil unfair, egal was er getan hat, er hat Anspruch auf ein anerkanntes Gericht und auf unabhängige Richter und nicht auf das Kasperltheater, das in Libyen läuft!

Verliert die klassische Musik ihre Bedeutung?

Wenn unser 18jähriger Marc durchs Haus zuckt und ich noch die rhythmischen Töne von „Kollegah“ durch seine Ohrstöpseln höre, frage ich mich, was von Mozart, Strauss oder Beethoven noch für die junge Gesellschaft übrig bleibt, denn die (Musik)Kultur ist eine ganz andere als in meiner Generation  … Dass das so schnell geht stimmt mich nachdenklich, obwohl ich mich in seinem Alter auch nicht für die „klassische Klassik“ interessiert habe. Erst mit den Jahren habe ich herausgefunden, dass mir diese Musik geholfen hat zu träumen, vielleicht sogar meine Identität zu finden, nach der ich so lange gesucht habe :). Wenn ich mich derzeit mit Islamismus und die wirtschaftliche Instabilität auseinandersetze, wenn für mich alles unverständlich wird und ich mich nicht mehr auskenne, was bleibt mir dann?

Für mich gibt es in der klassischen Musik Antworten auf diese Fragen, und zwar für alle Menschen!

Rabia Ben Barka’s Fashionshow

Eine arabisch-islamische Modeschau gefällig? Rabia zeigt, wie es exotisch geht! 

rabia show

Damals Diplomatenstrand – heute Endstation

Wenn ich mich erinnere an Garambuli, den wir Expatriates auch den „Diplomatenstrand“ (in meinem Buch Kapitel „Diplomatischer Reifenwechsel“ auf Seite 290) nannten, weil nur Allrad-Autos an diesen Strand kamen (und die waren eben nur im Besitz von Delegierten), kommen mir die Tränen, wie schnell sich unsere „moderne“ Zeit – und schockierender Weise in entgegengesetzte Richtung – dreht: vom damals international hofierten Staatsoberhaupt Gaddafi, zum blutrünstigen Monster.

Wo wir vor wenigen Jahren aus geschliffenen Kristallflöten Champagner, argentinischen Rotwein und Austern schlürften, uns über das „gut bezahlte Leiden auf hohem Niveau“ amüsierten, der britische Konsul gegen die französische Botschafterin Boule-Boccia spielte und der dicke spanische Landesvertreter José sich von seiner blutjungen Freundin eincremen ließ, sich vor unserer Zeit bzw. vor Gaddafis Revolution (1969) sogar gemeinsam Italiener, Araber und Juden, und Frauen in schicken Bikinis tummelten und Sekt-Orange in Strandcafes tranken, ist heute – die Endstation für Flüchtlinge

 

Highway to Europe – Tripolis‘ Haftlager illegaler Einwanderinnen

Bei meinem letzten Tunesienaufenthalt traf ich meine Freundin, die Britin Tom Westcott, die gerade „Urlaub“ von ihrer journalistischen Arbeit in Libyen benötigte. Sie erzählte mir, wie Libyen sich verändert, es ist nichts mehr so, wie es war … In meinem Buch habe ich es nicht übers Herz gebracht, über den Zoo in Tripolis zu schreiben (in dem unter Gaddafi sogar einmal Kanibalen zur Schau gestellt wurden), auch kann ich nun nicht darüber schreiben, was Tom mir darüber erzählte. Aber es liegt mir am Herzen, mit Euch einen Artikel von ihr zu teilen:

http://www.middleeasteye.net/news/inside-one-libya-s-detention-centres-female-illegal-migrants-1687692480

Rundherum schön im Frühling!

Was meine Haut und Haar und überhaupt meine ganze Erscheinung braucht, ist in jeder Jahreszeit ganz verschieden. Deshalb hat auch meine Schönheitspflege verschiedene Saisonen. Die täglichen Handgriffe bleiben natürlich das ganze Jahr über gleich, aber je nach Jahreszeit, je nachdem, ob es warm oder kalt ist, lege ich mehr Gewicht auf die eine oder andere Behandlung, weil sie in bestimmten Monaten notwendiger ist als sonst. Beginnen wir also mit dem Frühling: Die Jahreszeit der spießenden Blumen, der zartgrünen Pflänzchen, der sanften Winde und – damit wir mit einem kleinen Knall auf der Erde landen – des Hausputzes (mein Haus hats jedenfalls nötig, aufgefrischt zu werden nach dem Winter mit Kälte und Heizungsstaub). Genau so nötig hat es aber meine Haut. Raue Winde, Nebel, der plötzliche Wechsel von der Wärme im Haus zur Kälte draußen – das alles hat keinen guten Einfluss auf die Poren. Sie erweitern sich unmerklich, kleine Staub- und Schmutzteilchen dringen ein und machen meine Haut uneben, lassen sie blass und grau aussehen. Drum ist ein guter „Hausputz“ die Lösung! Eine einfache Allround-Behandlung ist ein Dampfbad: Dazu nehme ich eine Schüssel mit dampfend heißem Wasser und decke ein Tuch über den Kopf, damit kein Dampf entweichen kann – somit bin ich schon mal gut gerüstet gegen die kleinen Unreinheiten der Haut. Jetzt erst reinige ich mein Gesicht mit Reinigungsmilch und klopfe anschließend die Haut mit einem Wattebausch mit Kamillenwasser getränkt – das zieht meine Poren zusammen. Nach dieser wohltuenden Kur ist meine Haut wieder viel frischer!

Auch meine Haare sind spröde und leblos im Frühjahr. Das kommt einmal vom rauen Winterwetter, zum anderen von meiner warmen Wollhaube, unter der sie monatelang zusammengedrückt wurden. Zumindest mein Haar leidet, wenn seine Freiheit beschränkt wird und bedarf einer kleinen Kur, damit es wieder auflebt: Ich mache eine warme Olivenöl-Packung (wenn mein Mann nicht zuhause ist sogar über Nacht) – die hilft nicht nur dem Haar (bis zum nächsten Motorradausflug), sondern auch die Kopfhaut wird gut ernährt!

Und fühlen Sie sich, wie ich, auch manchmal matt im Frühling? Dagegen hilft vitaminreiche Kost und frische Luft! Mir geht es gleich viel besser, wenn ich mit meinem weißen Andalusierhengst Lanzelot durch die knospende, blühende  Landschaft streune, dabei atme ich bewusst tief in meine Lungen ein. So bekomme ich Energie und neuen Lebensmut und sehe mit frohen Augen in diese heitere Jahreszeit!

ritt frühling